Lehrplananbindung

Der Einsatz des Computers und des Internets kann eine besondere Motivation für Schülerinnen und Schüler darstellen. Aber gerade hier ist es wichtig, darauf zu achten, warum und wie man diese Medien gezielt im Unterricht einsetzt.

Leider ist es nur sehr schwer möglich, auf alle Bildungspläne für alle Schulformen oder gar für alle Fächer einzugehen. (Geschweige denn für jedes Bundesland). Die hier vorgestellten Veknüpfungspunkte beziehen sich auf den Bildungsplan von Baden-Württemberg. Ich werde mich hier v.a. auf das Fach Deutsch konzentrieren, da diesem als sog. „Leitfach“ eine exponierte Stellung zukommt. Für alle weiteren Fächer können sicherlich die entsprechenden Fachlehrer kompetent Auskunft geben

Folgende Passagen finden sich in den Leitgedanken zum Kompetenzerwerb für den Deutschunterricht:
  • „Neben gedruckten Texten wächst die Bedeutung elektronischer Medien. Die Menge und Vielfalt verfügbarer Texte wird immer größer; Jugendliche müssen lernen, selbst auszuwählen und zu bewerten.[…]
  • Schreibkompetenz ist die Fähigkeit, Texte so zu verfassen, dass sie der Anforderungssituation entsprechen, also sie sachgerecht darzustellen, folgerichtig zu argumentieren, ansprechend zu erzählen oder kreativ zu variieren. Lesekompetenz ist die Fähigkeit, Informationen zu entnehmen, zu verknüpfen und mit Vorwissen zu verbinden.“

(Hauptschule)

  • „Die zentrale Aufgabe des Deutschunterrichts ist es, die sprachlichen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler zu fördern und zu sichern, aufbauend auf die in der Grundschule erworbenen sprachlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihre Kompetenzen zur mündlichen und schriftlichen Kommunikation, sowie im Umgang mit Texten und Medien. […]
  • Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich bewusst mit der Sprache und Wirkungsweise der Medien und setzen sich kritisch damit auseinander. Sie lernen Medien selbstverantwortlich zu nutzen.“

(Realschule)

  • „Der Deutschunterricht leistet einen wesentlichen Beitrag zur sprachlichen, literarischen und medialen Bildung der Schülerinnen und Schüler. […]
  • Insofern arbeitet der Deutschunterricht als Leitfach fächerverbindend. […]
  • Medienkompetenz

Der Umgang mit medial aufbereiteten Texten eröffnet den Schülern erweiterte Möglichkeiten des Wahrnehmens, Verstehens und Gestaltens. Sie entwickeln ihre Fähigkeiten, an einem wesentlichen Bereich des modernen Lebens eigenständig und reflektiert teilzunehmen und die Angebote der Medien sachgerecht und sinnvoll zu nutzen. Sowohl in der analytischen als auch produktiven Auseinandersetzung mit Medien erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass Medienprodukte Ergebnis eines Gestaltungsprozesses sind. Das versetzt sie in die Lage, deren Wirkung und Einfluss kritisch einzuschätzen und befähigt sie zu einem sozial verantwortlichen, auch kreativen Umgang mit ihnen.“

(Gymnasium)

Aus diesen Passagen lässt sich die Bedeutung des Umgangs mit dem „Medium“ Internet und Computer für alle Formen der weiterführende Schule ableiten. Zentrale Aufgabe des Deutschunterrichts ist es (unabhängig von der Schulform), den Schülerinnen und Schülern einen kompetenten Umgang mit Sprache, Texten und Medien zu vermitteln. Dazu gehört u.a. auch der kompetente und reflektierte Umgang mit den neuen Medien und auch mit Web 2.0.

Durch die eigene Gestaltung von Texten, die im Internet veröffentlicht werden, lernen Schüler, dass solche Texte manipuliert werden können und daher nicht unreflektiert aufgenommen werden dürfen. Sie lernen ebenfalls, dass Texte bestimmte Kriterien erfüllen müssen, um für diese Form der Veröffentlichung geeignet zu sein.

Die Aussage aus den Kompetenzen für das Gymnasium, dass der Deutschunterricht als Leitfach fächerübergreifend und fächerverbindend arbeiten soll, kann für alle Schulformen so oder in ähnlicher Form übernommen werden.


Hier der Link zum Landesbildungsserver von Baden-Württemberg. Da kann man alles noch mal im Detail nachlesen, ebenso die Informationen zu allen andern Fächern: Landesbildungsserver BaWü


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